Wie erstelle ich einen Business Case für Co-Leadership?
Co-Leadership scheitert in vielen Unternehmen - nicht weil das Konzept der geteilten Führung nicht funktioniert, sondern weil die Grundlagen fehlen. Organisationen werfen zwei Führungskräfte zusammen, hoffen auf das Beste und wundern sich dann, wenn das Modell nicht aufgeht. Der entscheidende Unterschied zwischen erfolgreichem und gescheitertem Co-Leadership liegt in der Vorbereitung. Ein durchdachter Business Case ist dabei der Schlüssel zum Erfolg.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie einen überzeugenden Business Case für Co-Leadership erstellen, der sowohl die Organisation als auch potenzielle Entscheidungsträger überzeugt. Sie lernen, welche Elemente unverzichtbar sind und wie Sie typische Stolpersteine von Anfang an vermeiden.
Warum brauchen Sie überhaupt einen Business Case für Co-Leadership?
Bevor wir in die Details gehen, müssen wir eines klar verstehen: Co-Leadership ist sowohl ein Investment als auch ein Risiko für jede Organisation. Diese doppelte Natur macht einen soliden Business Case unerlässlich.
Alle Vorteile der geteilten Führung - von erhöhter Flexibilität bis zu komplementären Kompetenzen - müssen sich erst zeigen. In der Anfangsphase gibt es eine Periode, in der die Organisation sozusagen draufzahlt. Die beiden Führungskräfte müssen sich einspielen, Prozesse etablieren und ihre Zusammenarbeit optimieren.
Gleichzeitig trägt die Organisation das volle Risiko, ob das Co-Leadership erfolgreich wird oder nicht. Wenn es scheitert, steht das Unternehmen vor erheblichen Herausforderungen. Es kann zu Aufruhr im Team kommen, wertvolle Führungskräfte gehen möglicherweise verloren, und die Organisation muss sich schnell Alternativen überlegen. Diese Risiken sind real und müssen ernst genommen werden.
Deshalb ist es unglaublich wichtig, von Anfang an einen durchdachten Business Case zu haben. Ein guter Business Case schafft Klarheit für alle Beteiligten, minimiert Risiken und maximiert die Erfolgschancen. Er zeigt, dass Sie sich intensiv mit der individuellen Ausgangslage Ihrer Organisation und der spezifischen Führungssituation auseinandergesetzt haben.
Wie analysieren Sie Ihre individuelle Ausgangssituation?
Der erste Schritt zu einem überzeugenden Business Case für Co-Leadership beginnt mit einer ehrlichen Analyse Ihrer Situation. Fragen Sie sich: Vor welchen Herausforderungen steht mein Unternehmen, mein Bereich, meine Abteilung oder mein Team? Diese Herausforderungen bilden das Fundament, auf dem Sie Ihren individuellen Business Case aufbauen.
Welches Problem löst Co-Leadership in Ihrem Fall?
Im Zentrum jedes Business Case muss eine klare Antwort auf diese Frage stehen: Welches konkrete Problem wird Co-Leadership für die einstellende Führungskraft und für die Organisation lösen?
Häufige Szenarien, in denen geteilte Führung eine Lösung bietet, sind zum Beispiel:
Eine Führungsposition ist bereits seit längerer Zeit unbesetzt, und es lässt sich keine einzelne Person finden, die alle Anforderungen erfüllt. Durch Co-Leadership können Sie zwei komplementäre Profile kombinieren und die Stelle endlich besetzen.
Eine Führungskraft kehrt aus der Elternzeit zurück, kann oder möchte aber nur noch in Teilzeit arbeiten. Co-Leadership ermöglicht es, diese wertvolle Expertise im Unternehmen zu halten, während gleichzeitig eine Vollzeitbesetzung der Position gewährleistet ist.
Ähnlich verhält es sich, wenn eine Führungskraft aufgrund von Pflegeverantwortung ihre Arbeitszeit reduzieren muss. Geteilte Führung bietet hier eine elegante Lösung, die sowohl den Bedürfnissen der Person als auch den Anforderungen der Organisation gerecht wird.
Manchmal ist eine Position auch einfach so komplex geworden, dass sie die Kapazitäten einer einzelnen Person übersteigt. Co-Leadership erlaubt es, die Last zu teilen und gleichzeitig verschiedene Kompetenzbereiche abzudecken.
Darüber hinaus sollten Sie die spezifischen Herausforderungen Ihrer Abteilung oder Ihres Teams verstehen. Welche besonderen Anforderungen gibt es? Welche Kompetenzen und Fähigkeiten werden dringend benötigt? Was sind die aktuellen Schmerzpunkte? Je präziser Sie diese Ausgangslage beschreiben können, desto überzeugender wird Ihr Business Case für Co-Leadership.
Was gehört zu den Kernelementen eines überzeugenden Business Cases?
Ein erfolgreicher Business Case für Co-Leadership besteht aus mehreren unverzichtbaren Elementen. Jedes dieser Elemente trägt dazu bei, Entscheidungsträger zu überzeugen und die Grundlage für erfolgreiche geteilte Führung zu legen.
Problem-Definition und Lösungsansatz
Beginnen Sie Ihren Business Case mit einer klaren und präzisen Darstellung des Problems. Beschreiben Sie die aktuelle Situation, die Herausforderungen und warum die bisherigen Lösungsansätze nicht ausreichend sind. Seien Sie dabei konkret und nutzen Sie, wo möglich, Zahlen und Fakten.
Anschließend erklären Sie, warum Co-Leadership die beste Lösung für dieses spezifische Problem ist. Vergleichen Sie dabei auch Alternativen und zeigen Sie auf, welche Vorteile geteilte Führung gegenüber anderen Optionen bietet. Dieser Vergleich macht deutlich, dass Sie alle Möglichkeiten durchdacht haben und Co-Leadership nicht einfach nur eine Modeerscheinung ist, sondern die strategisch sinnvollste Wahl.
Die individuellen Profile der Tandem-Partner
Ein zentraler Bestandteil Ihres Business Case ist die Darstellung der beiden Tandem-Partner. Zunächst müssen Sie zeigen, warum jede Person einzeln für die Rolle geeignet ist. Präsentieren Sie die relevanten Qualifikationen, Erfahrungen und Erfolge jeder einzelnen Führungskraft. Diese individuellen Profile belegen, dass Sie nicht irgendwelche Personen zusammenwürfeln, sondern dass beide Partner die grundlegenden Anforderungen der Position erfüllen.
Der entscheidende Punkt kommt dann im nächsten Schritt: Was ist der Mehrwert der Kombination? Was macht das Tandem gemeinsam stärker als jede Person es alleine wäre? Hier geht es um komplementäre Fähigkeiten, unterschiedliche Perspektiven und die Synergie-Effekte der geteilten Führung.
Das Operating Model: Ihr Zusammenarbeitsmodell
Eines der größten Bedenken bei Co-Leadership ist die Frage: Wie soll das konkret funktionieren? Genau deshalb ist das Operating Model ein unverzichtbarer Bestandteil Ihres Business Case. Sie müssen zeigen, dass Sie sich intensiv Gedanken gemacht haben, wie die praktische Zusammenarbeit aussehen wird.
Beginnen Sie mit der Arbeitszeitaufteilung. Wer wird wie viel arbeiten? Wenn beide Tandem-Partner jeweils 50 Prozent arbeiten, ergibt sich eine klare Vollzeitstelle. Aber auch andere Aufteilungen sind möglich - wichtig ist, dass Sie diese transparent darstellen.
Ebenso entscheidend ist die Aufgabenteilung. Wer übernimmt welche Verantwortungsbereiche? Hier gibt es verschiedene Modelle: Sie können Bereiche nach Themen aufteilen, nach internen und externen Aufgaben trennen oder nach strategischen und operativen Tätigkeiten unterscheiden. Wichtig ist, dass die Aufteilung sinnvoll ist und zu den Stärken der jeweiligen Person passt.
Die Entscheidungsprozesse sind ein weiterer kritischer Punkt. Wie werden Entscheidungen getroffen? Welche Entscheidungen trifft jede Person eigenständig, und bei welchen entscheiden beide gemeinsam? Hier brauchen Sie klare Regelungen, um Unsicherheiten und Konflikte zu vermeiden.
Auch die Kommunikationsstruktur sollte Teil Ihres Operating Models sein. Wie kommuniziert das Tandem intern miteinander? Wie oft finden Abstimmungen statt? Und ganz wichtig: Wie tritt das Tandem nach außen auf? Gibt es einen gemeinsamen Auftritt, oder werden bestimmte Bereiche von jeweils einer Person nach außen vertreten?
Konflikte sind in jeder Zusammenarbeit unvermeidlich. Deshalb gehört auch ein Konfliktlösungsmechanismus in Ihren Business Case. Wie gehen die Tandem-Partner mit Meinungsverschiedenheiten um? Gibt es vereinbarte Eskalationsstufen? Ist ein regelmäßiges Coaching oder eine externe Mediation vorgesehen? Diese Fragen proaktiv zu klären zeigt, dass Sie realistisch und professionell an das Thema Co-Leadership herangehen.
Die Erfolgsfaktoren für nachhaltiges Co-Leadership
Ein guter Business Case zeigt nicht nur das Modell, sondern auch, dass Sie die Erfolgsfaktoren für geteilte Führung verstanden haben. Es gibt drei zentrale Bereiche, die über Erfolg oder Misserfolg von Co-Leadership entscheiden.
Der erste Erfolgsfaktor ist der Match zwischen den beiden Tandem-Partnern. Co-Leadership funktioniert nur, wenn die beiden Menschen wirklich zusammenarbeiten wollen und gut zusammenpassen. Deshalb ist es so wichtig, dass potenzielle Co-Leader sich richtig kennenlernen, bevor sie sich gemeinsam auf eine Position bewerben oder zusammengebracht werden. Es braucht ehrliche Gespräche über Werte, Arbeitsweisen und gegenseitige Erwartungen. Ein gemeinsames Werte- und Führungsverständnis ist fundamental.
Ebenso entscheidend ist, dass beide Partner sich als gleichberechtigt verstehen und auf Augenhöhe entscheiden. Geteilte Führung bedeutet nicht, dass eine Person die eigentliche Führungskraft ist und die andere nur unterstützt. Es bedeutet echte Partnerschaft. Die beiden Menschen müssen die gleiche Sprache sprechen und sich wirklich als Team verstehen. Ein guter Match ist die halbe Miete - ohne ihn wird Co-Leadership scheitern.
Der zweite Erfolgsfaktor ist ein strukturiertes Setup. Es reicht nicht, zwei Menschen zusammenzubringen und zu hoffen, dass es schon irgendwie klappen wird. Sie müssen Zeit in einen durchdachten Onboarding-Prozess investieren. Ein Tandem benötigt ein gemeinsames Arbeitsmodell mit klaren Rahmenbedingungen. Welche Meetings finden wann statt? Wie werden Informationen geteilt? Wie ist der gemeinsame Außenauftritt geregelt? All diese Fragen sollten nicht erst im laufenden Betrieb geklärt werden, sondern bereits im Setup-Prozess.
Der dritte Erfolgsfaktor ist die gemeinsame Identität. Der Schlüssel zum Erfolg in Co-Leadership liegt darin, eine gemeinsame Vision für das Team zu entwickeln. Was wollen die beiden Tandem-Partner gemeinsam erreichen? Welche Führungskultur möchten sie etablieren? Diese gemeinsame Identität entsteht nicht von selbst - sie muss aktiv entwickelt werden.
Deshalb sind regelmäßige Reflexionsräume gerade in der Anfangsphase unabdingbar. Die Tandem-Partner brauchen Zeit, um über ihre Zusammenarbeit zu sprechen, Herausforderungen zu besprechen und ihre Arbeitsweise kontinuierlich zu verbessern. Coaching-Support in den ersten Monaten ist ebenfalls sehr wertvoll. Ein externer Coach kann dabei helfen, typische Anfangsschwierigkeiten zu überwinden und die Entwicklung einer starken gemeinsamen Führungsidentität zu unterstützen.
Typische Fragen proaktiv beantworten
Ein überzeugender Business Case für Co-Leadership antizipiert Fragen und Bedenken, bevor sie gestellt werden. Fügen Sie Ihrem Business Case eine Q&A-Sektion hinzu, in der Sie auf die häufigsten Fragen eingehen.
Typische Fragen sind zum Beispiel: Wie werden Urlaubszeiten geregelt, damit immer eine Führungskraft anwesend ist? Was passiert, wenn die beiden Tandem-Partner bei einer wichtigen strategischen Entscheidung unterschiedlicher Meinung sind? Wie wird Verantwortung nach außen kommuniziert - gibt es eine primäre Ansprechperson oder treten beide immer gemeinsam auf? Wie werden Mitarbeitergespräche geführt - einzeln oder im Tandem?
Je mehr Sie sich mit der spezifischen Unternehmenskultur und den individuellen Gegebenheiten auseinandersetzen, desto besser können Sie weitere Fragen antizipieren. Diese proaktive Herangehensweise zeigt, dass Sie gründlich nachgedacht haben und auf verschiedene Szenarien vorbereitet sind.
Welche typischen Hürden müssen Sie identifizieren und adressieren?
Selbst der beste Business Case für Co-Leadership kann auf Hürden stoßen. Wenn Sie diese Hürden bereits in Ihrem Business Case ansprechen und Lösungen aufzeigen, erhöhen Sie Ihre Erfolgschancen erheblich.
Budget-Fragen klären
Eine der ersten Fragen, die bei geteilter Führung aufkommt, betrifft das Budget. Informieren Sie sich vorab, welches Budget für die Position verfügbar ist. Stellen Sie den Gehaltssplit transparent dar - oft ist die Summe beider Teilzeitgehälter nicht höher als ein Vollzeitgehalt, insbesondere wenn beide Partner nicht auf der höchsten Gehaltsstufe eingestuft werden müssen.
Wichtig ist auch, eine ROI-Perspektive aufzuzeigen. Ja, Co-Leadership bedeutet zunächst ein Investment. Aber die Vorteile - von geringeren Ausfallzeiten über höhere Mitarbeiterzufriedenheit bis zu besseren Entscheidungen durch diverse Perspektiven - können dieses Investment mehr als rechtfertigen. Wenn Sie diese langfristige Perspektive in Ihrem Business Case darstellen, entkräften Sie Budget-Bedenken proaktiv.
HR-Richtlinien und organisatorische Rahmenbedingungen
Informieren Sie sich frühzeitig über bestehende HR-Richtlinien in Ihrer Organisation. Gibt es bereits Regelungen zu geteilter Führung oder Jobsharing-Modellen? Welche arbeitsrechtlichen Aspekte müssen beachtet werden?
Noch wichtiger ist es, HR frühzeitig einzubinden und als Partner zu gewinnen. Die Personalabteilung kann wertvolle Unterstützung bieten und kennt die organisatorischen Rahmenbedingungen am besten. Wenn HR von Anfang an in den Prozess eingebunden ist und den Business Case mitträgt, erhöhen sich Ihre Erfolgschancen deutlich. Versuchen Sie daher, HR-Verantwortliche zu Verbündeten zu machen, bevor Sie den formalen Antrag stellen.
Widerstände und Vorbehalte
In vielen Organisationen gibt es Vorbehalte gegenüber Co-Leadership - oft einfach, weil es ein noch ungewohntes Modell ist. Ein wichtiger Teil Ihrer Vorbereitung ist ein Stakeholder-Mapping: Wer muss überzeugt werden? Wer sind die Entscheidungsträger? Wer könnte Bedenken haben?
Manchmal ist die direkte Führungskraft bereits positiv gegenüber geteilter Führung eingestellt, muss den Business Case aber noch an ihre eigenen Vorgesetzten verkaufen. In anderen Fällen müssen Sie mehrere Ebenen überzeugen. Je besser Sie die Entscheidungsstruktur verstehen, desto gezielter können Sie argumentieren.
Auch potenzielle Vorbehalte im Team sollten Sie nicht ignorieren. Manche Mitarbeitende fragen sich vielleicht, ob sie nun zwei Chefs haben oder ob klare Entscheidungen noch möglich sind. Adressieren Sie diese Bedenken offen und zeigen Sie, wie Ihr Operating Model diese Fragen beantwortet.
Ihr Business Case in der Praxis: Schritt-für-Schritt
Jetzt kennen Sie alle wichtigen Elemente. Aber wie setzen Sie das konkret um? Hier ist ein praktischer Leitfaden, wie Sie Ihren Business Case für Co-Leadership erstellen und präsentieren.
Schritt 1: Gründliche Vorbereitung und Recherche
Beginnen Sie mit einer umfassenden Analyse der Unternehmenssituation. Verstehen Sie die Herausforderungen, die Kultur und die Entscheidungsstrukturen. Sprechen Sie vorab mit HR-Verantwortlichen, am besten informell. Klären Sie Budget-Fragen und organisatorische Rahmenbedingungen. Je mehr Sie in dieser Phase lernen, desto besser wird Ihr Business Case.
Schritt 2: Business Case erstellen
Führen Sie alle Kernelemente zusammen: die Problem-Definition, die Profile der Tandem-Partner, das Operating Model, die Erfolgsfaktoren und die Q&A-Sektion. Bereiten Sie das Dokument visuell ansprechend auf - ein gut strukturierter, leicht lesbarer Business Case wird eher gelesen und ernst genommen. Argumentieren Sie datenbasiert, wo immer möglich. Zahlen, Fakten und konkrete Beispiele sind überzeugender als allgemeine Aussagen.
Schritt 3: Interne Verbündete gewinnen
Bevor Sie Ihren Business Case offiziell einreichen, gewinnen Sie Unterstützer. Binden Sie HR frühzeitig ein und holen Sie Recruiter ins Boot. Sprechen Sie mit Vertrauenspersonen in der Organisation und bitten Sie um ehrliches Feedback zu Ihrem Business Case. Diese informellen Gespräche helfen Ihnen, blinde Flecken zu erkennen und Ihren Business Case weiter zu verbessern.
Schritt 4: Präsentation und Bewerbung
Wenn der Moment gekommen ist, präsentieren Sie Ihren Business Case selbstbewusst und überzeugend. Seien Sie auf kritische Fragen vorbereitet und haben Sie zusätzliche Informationen griffbereit. Nach der Präsentation ist Ihre Arbeit noch nicht getan - fassen Sie nach, bieten Sie weitere Gespräche an und bleiben Sie am Ball.
Was Co-Leadership nicht ist?
Nachdem wir nun ausführlich besprochen haben, wie ein guter Business Case aussieht, ist es ebenso wichtig, zu verstehen, was geteilte Führung nicht ist. Viele Co-Leadership-Modelle scheitern, weil grundlegende Voraussetzungen fehlen.
Es ist kein Co-Leadership, wenn zwei Menschen einfach zusammengewürfelt werden, obwohl sie gar nicht wirklich zusammenarbeiten möchten. Ohne die Freiwilligkeit und den echten Wunsch zur Zusammenarbeit ist das Modell zum Scheitern verurteilt.
Es ist auch kein Co-Leadership, wenn niemand in ein vernünftiges Setup investiert. Ohne klare Vereinbarungen darüber, wie die Aufgaben aufgeteilt werden, wie die Position gemeinsam gestaltet werden soll und was die gemeinsame Vision ist, wird geteilte Führung nicht funktionieren.
Und es ist absolut kein Co-Leadership, wenn sich zwei Menschen nicht als Team verstehen. Wenn sie nicht die gleiche Sprache sprechen, nicht gemeinsam auf Augenhöhe entscheiden und nicht als gleichberechtigt angesehen werden, dann haben Sie kein echtes Co-Leadership-Modell.
Wenn diese Basics fehlen, ist es schwer für jedes Tandem. Kein Wunder also, dass geteilte Führung dann meistens scheitert. Ein guter Business Case stellt sicher, dass diese grundlegenden Voraussetzungen von Anfang an gegeben sind.
Fazit: Der Weg zu erfolgreichem Co-Leadership
Ein solider Business Case ist die unverzichtbare Grundlage für erfolgreiches Co-Leadership. Er schafft Klarheit über die Ausgangssituation, zeigt konkrete Lösungen auf und beweist, dass Sie die Erfolgsfaktoren geteilter Führung verstanden haben.
Mit der richtigen Vorbereitung können Sie die Risiken von Co-Leadership minimieren und die Chancen maximieren. Ein durchdachter Business Case überzeugt nicht nur Entscheidungsträger, sondern legt auch das Fundament für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Tandem.
Geteilte Führung ist kein Selbstläufer - aber mit dem richtigen Setup, dem passenden Match und einer klaren gemeinsamen Vision kann Co-Leadership transformativ für Organisationen sein. Es bietet Antworten auf moderne Herausforderungen, von Fachkräftemangel über Teilzeitwünsche bis zu komplexen Führungsaufgaben.
Wenn Sie gerade mit Co-Leadership beginnen oder kurz davor stehen, ist professionelle Unterstützung wertvoll. Als Expertin für moderne Führung und Leadership-Transformation begleite ich Organisationen und Führungstandems auf ihrem Weg zu erfolgreicher geteilter Führung. Mit meiner Spezialisierung auf Co-Leadership helfe ich Ihnen, die richtigen Grundlagen zu schaffen, typische Stolpersteine zu vermeiden und Ihr volles Potenzial als Führungstandem zu entfalten.
Sie möchten Co-Leadership in Ihrer Organisation etablieren und wünschen sich Unterstützung bei der Erstellung Ihres Business Case oder der Implementierung? Buchen Sie ein kostenloses Erstgespräch, und wir schauen gemeinsam, wie ich Sie am besten unterstützen kann. Gemeinsam können wir die Grundlage für Ihre erfolgreiche Leadership-Transformation legen.
Q&A
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Weil Co-Leadership ein Investment mit Risiko ist. Ein Business Case schafft Klarheit, minimiert Risiken und erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit.
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Ein konkretes Führungsproblem, z. B. unbesetzte Rollen, Teilzeitwünsche, Überlastung oder steigende Komplexität einer Position.
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Arbeitszeitaufteilung (wer arbeitet wie viel), Aufgabenteilung nach Themen/Bereichen, klare Entscheidungsprozesse (was wird eigenständig/gemeinsam entschieden), Kommunikationsstruktur (intern und extern) und Konfliktlösungsmechanismen mit vereinbarten Eskalationsstufen.
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Match zwischen Tandem-Partnern (gemeinsame Werte, Gleichberechtigung, gleiche Sprache), strukturiertes Setup (durchdachter Onboarding-Prozess, klare Rahmenbedingungen) und gemeinsame Identität (gemeinsame Vision, regelmäßige Reflexionsräume, Coaching-Support in der Anfangsphase).
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Klären Sie vorab verfügbares Budget und stellen Sie Gehaltssplit transparent dar. Zeigen Sie ROI-Perspektive: Vorteile wie geringere Ausfallzeiten, höhere Mitarbeiterzufriedenheit und bessere Entscheidungen durch diverse Perspektiven rechtfertigen das Investment langfristig.

