5 Fragen an Romy Krall und Eva Lindner

Intro

Führung neu zu denken, ist heute wichtiger denn je. In Zeiten ständiger Veränderung und wachsender Komplexität brauchen Organisationen neue Wege, Verantwortung zu teilen und Potenziale zu entfalten. Genau hier setzt Co-Leadership an - ein Ansatz, der auf Vertrauen, gemeinsamer Verantwortung und gegenseitiger Unterstützung basiert.

Stefanie Junghans, Expertin für Co-Leadership und Gründerin von Junghans Consulting, begleitet Führungskräfte und Teams dabei, ihr Führungsverhalten grundlegend zu überdenken. Sie hilft ihnen, alte Denkmuster zu hinterfragen, moderne Führungsformen zu erproben und Co-Leadership Schritt für Schritt in der Praxis zu implementieren. Ihr Ziel ist es, Zusammenarbeit, Klarheit und Wirkung in der gemeinsamen Führung nachhaltig zu stärken.

Mit der Interviewreihe „5 Fragen an …“ hat Stefanie Junghans ein wiederkehrendes Format geschaffen, das es ermöglicht, von inspirierenden Persönlichkeiten zu lernen, die Co-Leadership und Shared Leadership bereits aktiv leben. In jedem Interview gibt es Einblicke in echte Praxisbeispiele, persönliche Erfahrungen und die konkrete Umsetzung von gemeinsamer Führung im Alltag.

Die LeserInnen profitieren dabei von praxisnahen Tipps, reflektierten Erkenntnissen und Impulsen, die sie direkt auf ihre eigene Führungsrealität übertragen können. Dieses Format bietet eine wertvolle Möglichkeit, sich weiterzubilden, neue Perspektiven kennenzulernen und zu verstehen, wie Co-Leadership ganz praktisch funktioniert.

In diesem Beitrag von „5 Fragen an …“ spricht Stefanie Junghans mit Romy Krall (rechts) und Eva Lindner (links), Consultants bei metafinanz und Expertinnen mit tiefem Verständnis für moderne Führung und Co-Leadership in der Praxis. Gemeinsam beleuchten sie, wie Zusammenarbeit auf Augenhöhe gelingt und welche Erfahrungen den Weg zu echter geteilten Führung prägen.

Lesen Sie weiter und entdecken Sie, wie Co-Leadership und Shared Leadership Ihre Führungsarbeit transformieren und bereichern können.

Interview mit Romy Krall und Eva Lindner 

In welcher Branche seid ihr tätig und auf welcher Hierarchieebene? 

Metafinanz ist ein IT- und Business-Consulting mit speziellem Fokus auf AI und Transformation. Wir beschäftigen uns also mit zukunftsrelevanten Themen und begleiten Unternehmen dabei, sich bestmöglich für die Zukunft vorzubereiten und aufzustellen.  Metafinanz ist ein dezentral organisiertes Unternehmen, das heißt: Es gibt keine Hierarchien. Wir arbeiten daher vollständig agil und selbstorganisiert. Wir sind als Projektleiterinnen tätig, in dem aktuellen Projekt koordinieren wir IT-Business Services, von IT-Sicherheit über Risk Assessments bis hin zu Business Continuity Plänen.

Wie ist euer Modell aufgebaut und wie teilt ihr euch auf?

Wir arbeiten im Sparring-Tandem. Wir haben also dieselbe Rolle mit denselben Aufgaben. Wir teilen uns die Verantwortung für das Projekt, wobei jeder von uns zu 50% beteiligt ist und zusätzlich zu 50% in anderen Projekten arbeitet. Das schafft uns mehr Möglichkeiten, breiteres Learning und stetiges Weiterwachsen. In unserer Tandemarbeit haben wir die Möglichkeit uns gegenseitig zu challengen und ergänzen uns gleichzeitig fachlich. Die Aufgaben teilen wir uns je nach Verfügbarkeit flexibel auf, stimmen uns eng ab und treffen Entscheidungen gemeinsam. Für unseren Kunden bedeutet das fast 100% Erreichbarkeit, mehr Innovation, Qualität und Geschwindigkeit.

Welche Vorteile beobachtet ihr beim Onboarding mit eurer Tandempartnerin? 

Das Onboarding war on-the-job. Eva war bereits im Projekt, Romy kam später dazu. 

Die Einarbeitungszeit war sehr verkürzt, weil das Wissen aufgrund der fortlaufenden Zusammenarbeit direkt geteilt wird und die anfängliche Ansprechperson in unserem Fall dauerhaft erhalten bleibt. Durch den engen Austausch profitieren beide von unterschiedlichen Perspektiven, das schafft Sicherheit und fördert schnelles, praxisnahes Lernen. Als Newjoiner kann man bei Unsicherheiten jederzeit nachfragen oder sich rückversichern – so entsteht keine Überforderung.

Hattet ihr schon mal Schwierigkeiten und wie habt ihr diese gelöst? 

Manchmal gibt es unterschiedliche Sichtweisen oder Prioritäten, aber das sehen wir nicht zwingend als Nachteil. Wir sprechen das offen an, kommunizieren transparent und versuchen unser Know-How zu bündeln, um die beste Lösung zu finden. Wir sehen es als wichtig, mit einem Teamplayer im Tandem zu arbeiten, der auch offen für andere Meinungen ist. Unsere Daily's und gegenseitiges Feedback helfen uns, Unstimmigkeiten früh zu erkennen und schon bevor es "unangenehm ist" gemeinsam eine Lösung zu finden. Außerdem muss man sagen, dass wir je länger wir zusammenarbeiten, auch immer mehr einschätzen können, wie der andere tickt. Da gibt es eigentlich keine "bösen Überraschungen" mehr. Der Schlüssel zum Erfolg ist klare Kommunikation.  

Welchen Rat würdet ihr anderen Organisationen geben, die ein Sparring Tandem beim Onboarding einführen wollen?  

First of all, DO IT! 

Und zudem: Sorgt für klare Rollen und Erwartungen und besprecht auch individuelle Karriereziele – die/der Tandempartner:in sollte nicht nur fachliche Ansprechperson, sondern auch vertrauensvolle:r Sparringspartner:in sein. Wer regelmäßigen Austausch ernstnimmt und Feedback annimmt, schafft Raum für offene Kommunikation. So entsteht schnell Vertrauen, und (neue) Mitarbeitende fühlen sich aufgehoben, wertgeschätzt und motiviert.

Outro

Ein herzliches Dankeschön an Romy Krall und Eva Lindner für das offene und inspirierende Gespräch über Co-Leadership und Shared Leadership.

Hier einige wichtige Erkenntnisse aus diesem Gespräch:

  • Co-Leadership verkürzt die Einarbeitungszeit bein Onboarding und fördert praxisnahes Lernen.

  • Co-Leadership minimiert Unsicherheiten beim Onboarding und stärkt das Vertrauen im Team, auch bei neuen Mitarbeitenden.

  • Co-Leadership kann die Erreichbarkeit für die KundInnen erhöhen und sorgt so für mehr Zufriedenheit.

Führung ist ein fortlaufender Lernprozess, und Co-Leadership lädt dazu ein, diesen Weg gemeinsam zu gestalten. Vielleicht haben Sie beim Lesen gespürt, welche Aspekte Sie in Ihrer eigenen Arbeit stärken oder verändern möchten. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um diese Impulse für Ihre eigene Führung zu reflektieren: Wie können Sie die vorgestellten Prinzipien von Co-Leadership und Shared Leadership wirksam in Ihrem Führungsalltag integrieren? Welche Herausforderungen oder Chancen ergeben sich für Sie und Ihr Team? Diese Reflexion ist ein wertvoller Schritt auf dem Weg zu moderner, geteilter Führung.

Stefanie Junghans, Expertin für Co-Leadership, unterstützt Führungskräfte und Teams dabei, diesen Wandel aktiv zu gestalten. Sie begleitet Unternehmen auf dem Weg zu nachhaltiger, geteilter Verantwortung und hilft, Co-Leadership gezielt zu implementieren - mit Klarheit, Struktur und Menschlichkeit. Mehr zu ihren Coaching-Angeboten und Beratungen finden Sie auf der Website von Junghans Consulting: HIER

Wenn Ihnen das Interview gefallen hat, freuen wir uns über Ihre Kommentare, den Austausch in den sozialen Medien (LinkedIn) oder das Weiterleiten an Interessierte. So tragen wir gemeinsam dazu bei, moderne Führungskultur weiter zu verbreiten und zu stärken.

Bleiben Sie dran für die nächsten spannenden Interviews in der Reihe „5 Fragen an …“ und tauchen Sie mit uns weiter ein in vielfältige Sichtweisen zu Co-Leadership, entdecken Sie praxisnahe Strategien und lassen Sie sich von Erfahrungsberichten anregen, neue Wege der Führung zu gehen.

Kontaktieren Sie Stefanie gerne, um individuelle Fragen zu klären oder ein persönliches Beratungsgespräch zu vereinbaren. Melden Sie sich außerdem für den Newsletter an, um regelmäßig neue Impulse, Veranstaltungen und Praxisberichte rund um Co-Leadership und Shared Leadership zu erhalten.

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Co-Leadership starten: Mit den richtigen Fragen zur erfolgreichen Tandemführung